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Ja, mich gibt es noch!!!

Es ist kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Mir kommt dauernd das Sprichwort in den Sinn, dass Zeit relativ ist. Im Moment vergeht sie relativ schnell-ausser auf Arbeit. Ausserdem hat mich die "Ich-schiebe-alles-vor-mich-her"-Krankheit befallen. Immer wenn ich mir was vornehme (das Blog-schreiben gehört dazu), komme ich zum Punkt, an dem ich denke: "Ach, das hat morgen auch noch Zeit." Es ist schrecklich.

Aber von Anfang an.

Kaum war ich von meinem Herumreisen nach London zurückgekehrt, musste ich auch schon wieder abreisen. Die Heimreise verlief ganz ruhig und ohne grössere Probleme (dass mir beim Umsteigen der Träger von meinem grossen Rucksack riss, sehe ich schon gar nicht mehr als Problem an!). Die Hinfahrt zur Coachstation war eine ganz anderes Kaliber. Eigentlich wäre es eine kleine Sache gewesen, von Camden zur Victioria Station zu gelangen. Nicht so wenn ich mal wieder mit übermässig viel und schwerem Gepäck unterwegs bin. Es schien als hätte sich alles gegen mich verschworen: Erst kam der Bus nicht und als ich mich dazu entschied, die Underground zu nehmen, hatte es keinen Lift, dafür aber 93 Stufen. Es gab sogar extra ein Schild, dass mir die Anzahl der Stufen so genau nannte. Wahrscheinlich sollte das alle Touristen, Invaliden und Rollstuhlfahrer abschrecken. Ich habe dann einen Angestellten praktisch dazu gezwungen, mir zu helfen.

Na gut, in der Victoria Station musste ich nur noch meine Tickets holen gehen. Am Schalter fing dann die grosse Panik an, ob die mir überhaupt erlauben, all mein Gepäck mitzunehmen. Allerdings haben die Angestellten noch nicht mal mit der Wimper gezuckt. Ehrlich gesagt, selbst mir ist das beim Anblick meines riesigen Gepäckhaufens nicht gelungen!

Einmal eingestiegen, klappte dann alles wie am Schnürchen. Abgesehen davon, dass ich beim Verlassen von London beihnahe heulend am Fenster klebte und eigentlich gar nicht gehen wollte und von dem kleinen unbedeutenden Vorfall beim Umsteigen in Brüssel.

Dann war ich auch schon wieder zu Hause und habe erst einmal eine Woche lang nichts gemacht und dann noch einmal eine Woche lang nichts. Nun aber fing der ernst des Lebens an- mein Ferienjob. Und hier schliess sich der Kreis wieder- ich bin wieder im Krankenhaus am Putzen! (Aber keine Angst (oder viel mehr: vielleicht solltet ihr Angst haben) ihr werdet mich nicht so schnell los. Ich werde weiter schreiben. Vielleicht sogar regelmässiger. Das nur mal so nebenbei.)

Seit ich mit dem Putzen wieder angefangen habe, tue ich schon viel mehr. Sogar ein neues WG-Mitglied habe ich schon gesucht (und hoffentlich gefunden). Meine WG wird nämlich wieder leer. Zum Glück hat sich aber meine Schwester bereit erklärt, mit mir zusammen zu ziehen. Es hat für jeden von uns Vorteile: Sie muss sich für ihr Praktikumsjahr in Basel kein Zimmer suchen und ich mir nur ein neuer Mitbewohner.

Trotzdem ich so beschäftig bin, ertappe ich mich öfters dabei, dass ich mich nach London zurückwünsche oder die Schweiz mit London vergleiche. Das Jahr war ein voller Erfolg. Ich habe viel Gutes gelernt. Gut, ich habe auch schlechte Angewohnheiten angenommen. Pünklichkeit gehört jetzt nicht mehr zu meinem Sortiment. Heute erst habe ich verschlafen und kam deshalb zu spät! Das ist mir seit ungefähr zehn Jahren nicht mehr passiert. Ausserdem habe ich eine kleine Abschliess-Besessenheit entwickelt. Alles wird verriegelt. Ich glaube, ich würde sogar den Kühlschrank verschliessen, hätte der nur ein Schloss!

10.7.07 19:52
 


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