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Kultur ist was schönes

So, ich habe wieder einmal neue Wörter zu den Sinnlosen hinzugefügt!

Und jetzt zum eigentlichen Eintrag:

  

Die letzten Tage war ich kulturell ziemlich aktiv. Donnerstagabend, zum Beispiel, ging ich zu einer Premiere. Professoren und Studenten vom ‚German Department’ haben einen Film über das Leben in der DDR gedreht, welcher nun zum ersten Mal gezeigt wurde. Die Kurzbeschreibung hörte sich ganz interessant an und deshalb beschloss ich, mir die Sache mal anzusehen (ausserdem brauchte ich auch noch eine Ausrede, um nicht zu arbeiten- ich wusste da ja noch nicht, wie mein Prüfungsplan aussieht!). Der Film behandelte die Frage, ob es möglich war, ein ‚normales’ Leben in der DDR zu führen. Zu sagen, dass ich vom Film enttäuscht war, ist noch freundlich ausgedrückt.

Der Abend fing damit an, dass die Organisatoren in aller Hast einen neuen DVD-Player auftreiben mussten, weil der Vorhandene die DVD nicht las. Ich weiss nicht, ob ich einfach zu pingelig bin, aber ich habe gelernt, dass man bei solchen Anlässen die Technik vorher ausprobieren sollte, damit man im Notfall noch umdisponieren kann. Dann kam der Film. An sich ja ganz interessant. Nur, wenn man die Geschichte der DDR nicht ganz genau kannte, hatte man oft ziemlich grosse Verständnisschwierigkeiten. Dadurch, dass die befragten Personen nie ein Datum nannten, war es ziemlich schwierig einzuordnen, wann genau denn das Leben nun ganz normal war. Das Wissen, dass es irgendwann zwischen 1949 und 1990 war, genügte nicht um alle Fragen zu klären. Ich hätte mir auch gewünscht, dass spezifische Begriffe irgendwo erklärt worden wären.

Das magere Fazit des Filmes war dann, dass das Leben in der DDR für die Leute ganz normal war, weil sie erstens da gelebt haben und zweitens zu der Zeit nichts anderes kannten. Um mir das vorzustellen, muss ich keinen Film über die DDR sehen!

Interessant war dann die Diskussion nach dem Film. Da wurde hitzig darüber debattiert, ob es in Ordnung und Nötig sei, dass man am Ende einen Mann Bier trinken sieht! An diesem Punkt habe ich mir nur noch gedacht: Leute, ihr habt bei diesem Film grössere Probleme als einen biertrinkenden Mann!

 

Und nun zum kulturellen Highlight! Ich war in der Oper! Ich habe mir eine Produktion des UCL Chores und Orchesters angesehen, welche Camacho’s Wedding von Felix Mendelssohn gespielt haben. Die Aufführung war wirklich gut!

Eigentlich bin ich ja kein grosser Opernfan, da ich es nicht mag, wenn jemand extrem hoch und/oder mit diesem konstanten ‚Vibrieren’ in der Stimme singt. Rein ging ich eigentlich auch nur, weil eine Freundin von mir im Chor gesungen hat, aber raus ging ich dann total begeistert. Auch wenn es mir während der Vorstellung ein paar Mal die Zehennägel aufrollte, weil einer der Darsteller mal wieder den Rekord im hoch singen zu brechen versuchte.

Die ganze Sache war einfach aber sehr gut inszeniert. Gut, die Kostüme der Hauptdarsteller sahen mehr nach Alice im Wunderland aus und bissen sich etwas mit den spanisch angehauchten Kostümen des Chors- aber das war auch schon alles. Ich finde es ausserordentlich, was diese Truppe geleistet hat; vor allem wenn man bedenkt, dass nur die vier Hauptdarsteller eine klassische Gesangsausbildung hatten. 

25.3.07 19:42


Prüfungen

Ich habe gerade meinen Prüfungsplan abgeholt, und meine Augen sind vom Schock immer noch ganz gross!!!

Schaut euch das mal an:

26. April - 1. May: Take-home paper (zwei Essays von je 1000 Wörter)

30. April: German Fiction and German History (2 Std.)

2. May: Prazival (2 Std.); Austrian Literature (2 Std.)

Das sieht auf den ersten Blick nicht nach viel aus, aber irgenwann neben dem Lernen und Essay schreiben, will ich ja auch noch Schlafen. Ich würde mich auch nicht beklagen, wenn die Prüfungen auf die selbe Art und Weise wie in Basel wären, aber nein, hier muss man die Fragen in Form eines Essays oder Commentary schreiben. Das heisst, dass man die Bücher beihnahe auswendig kennen muss. Im Klartext: jedes Buch noch einmal lesen.

Aber ich bin ja ein tapferes Mädchen und brauche nicht viel Schlaf. Wahrscheinlich werde ich nach der Woche dann ungefähr so aussehen:

Zum Glück sind meine zwei letzten Prüfungen erst am 10. und 11. May, dann kann vorher ich noch ein wenig Schlaf aufholen.

23.3.07 16:21


Ich werde Fotomodel

Letzten Mittwoch hatte ich mein erstes Photo-shooting. Offensichtlich ist es hier üblich, dass die verschiedenen Sportvereine einmal im Jahr einen Fotografen bestellen, um Mannschaftsfotos zu machen.

Nun standen wir da also. Schön aufgeteilt in zwei Reihen, die Vordere sitzend und die Hintere stehend. Nachdem sich alle noch einmal die Haare gerichtet hatten, konnte es losgehen; dachte ich zumindest. Denn jetzt fing der Fotograf an, Anweisungen, wie wir und wo wir unsere Hände zu halten hatten, zu verteilen. Die Leute die sassen, mussten die Rechte über die linke Hand legen und nicht anders herum. Wir in der hinteren Reihe haben noch über sie gelacht; oh, wie naiv wir doch waren! Denn nun fing es an, Anweisungen zu hageln. Hände hinter den Rücken, Brust raus, Bauch rein, lächeln! Unter der Anstrengung das ‚Brust raus, Bauch rein’ zu befolgen, sah das Lächeln in meiner Reihe bei den Meisten entweder ziemlich gequält oder unglaublich blöd aus. Das Atmen fällt ja auch etwas schwer, wenn man den Bauch einziehen muss- und da sollst du auch noch dein strahlendstes Lächeln aufsetzten?!! Als wir dann endlich alle so standen wie wir sollten, begab sich der Fotograf hinter seine Kamera, zählte auf drei und drückte den Auslöser. Der Blitz der darauf folgte, war so hell, dass uns allen das Lächeln verging.Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ich sah noch nie eine solche Anzahl verzogener und verkniffener Mienen! 

Und da so ziemlich alle aus Reflex die Augen geschlossen hatten, schoss der Fotograf gleich noch einmal ein Bild. Spätestens nach dem zweiten Foto waren wir alle halb blind und beim dritten Blitz hatte dann auch keiner mehr die Augen geschlossen. War ja nicht mehr nötig, wir sahen ja eh nichts mehr.

 

Und jetzt noch die Peinlichkeit des Tages: Ich habe gestern ungefähr zehn Minuten an einem deutschen  Wort herumstudiert. Schlussendlich habe ich es aufgegeben und habe es im englischen Teil des Wörterbuches nachgeschlagen! Ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Irgendwie macht mir das angst!

20.3.07 17:23


London in fünf Tagen!

Heute sind wir zu zweit. Neben mir sitzt mein Gastschreiber Linda (die sich geehrt fühlt! Quote Linda), die seit Mittwoch bei mir in London ist. Da ihre Ferienzeit leider beschränkt ist, wollten wir natürlich so viel wie möglich in fünf Tagen ansehen. Man braucht nicht viel dazu: eine Bussfahrkarte und sehr ausdauernde Beine! In den letzten Tagen haben wir bewiesen, dass wir vor allem letzteres besitzen! An unserem besten Tag haben wir es auf sechseinhalb Stunden gehen gebracht! (zur Stärkung gab es Subway, ohne welches wir wie Autos ohne Benzin wären!). Mit dem Ergebnis sind wir aber ganz zufrieden. Hier ein kleiner Ueberblick, was wir die letzten Tage gemacht haben:

Mittwoch: Trafalgar Square, Tower Bridge, Tower of London und Buckingham Palace

Donnerstag: Big Ben, London Eye, Spaziergang zum Globe Theatre, Piccadilly Circus, Soho, Covent Garden, Harrods

Freitag: Changing of the Guards (Buckingham Palace), Green Park, Hyde Park, Camden Market, Kings Cross, The Pint Pot (Pub)

Samstag: Notting Hill, Portobello Market, Paddington, Greenwich: Besichtigung von Maritime Museum und dem Null-Meridian, Marlborough Arms (Pub)

Sonntag: Führung durch das Globe Theatre, Fahrt mit dem London Eye (Linda), Victoria Station (wir wollen Linda ja sicher nach Hause bringen- Ticket jetzt schon gekauft!), Fahrt ins Blaue mit dem Bus- in Clapham Junction angekommen (schön dort!), später wollen wir eventuell noch in eine Karaoke-Bar!

Obwohl unser Programm ziemlich voll war, haben wir alles gesehen, was wir wollten, zum Teil sogar mehrmals! Wir hatten eine tolle Zeit zusammen und haben unsere Ferien genossen!

11.3.07 20:29


Ich dachte, ich lebe in einer sicheren Gegend!!!

So, während ich hier über meinem Teller mit Pasta sitze, dachte ich, ich könnte doch mal wieder etwas in mein Tagebuch schreiben.

Die letzten paar Wochen war ich ja ziemlich beschäftigt mit dem Schreiben von Arbeiten. Es ist unglaublich! Da sitzt man seit Tagen und Wochen an seinem Pult, ist erleichtert und stolz wenn man endlich einen Essay fertig hat, nur um dann zu realisieren, dass noch drei weitere Arbeiten darauf warten, geschrieben zu werden. (Woah, dass ist vielleicht ein Satz! Jeder Deutschlehrer würde mich dafür schlagen. Da das aber mein Tagebuch ist...)

Die obersten Regeln beim Schreiben von Arbeiten heissen ja eigentlich Ruhe und Konzentration. Nur, dass ist gar nicht so einfach, wenn wie bei uns der Teufel, oder besser gesagt die Polizei, los ist. Vor ein paar Tagen wurde nämlich vor unserem Studentenheim ein Mann zu Boden geschlagen und ausgeraubt. Da stand dann natürlich die Polizei vor der Tür. Die klopfte bei jedem an die Zimmertüre, um uns zu befragen. Ich glaube, die hatten vorher noch nie so viele Zeugen in einem Raubüberfall.

Die ganze Sache schlug ziemliche Wellen. Schliesslich ist das hier angeblich eine sichere Gegend. Ich bin mir da also nicht mehr so ganz sicher. Die Gerüchteküche war natürlich auch am brodeln. Mal hörte man, dass es zehn Jugendliche waren, die einen älteren Mann halb tot geschlagen haben, dann waren es wieder nur zwei und sie haben auch nichts erbeutet. Schliesslich sah sich die Hausleitung dazu gezwungen, ein Informationsblatt auszuhängen, durch welches man erfuhr, dass ein paar Jugendliche einen Mann mittleren alters ein blaues Auge verpassten und dabei ein Mobiltelefon erbeuteten. Ausserdem wurden zwei von den Tätern bereits geschnappt! Die waren aber auch zu blöd! Einen Ueberfall macht man doch nicht am frühen Abend und dann auch noch in der Gegend, die für ihre vielen Studentenheime bekannt ist. Da muss man ja geschnappt werden!

Es ist schon beängstigend, wenn so eine Tat plötzlich vor der eigenen Haustür passiert. Klar, vorher liest man von Ueberfällen und Morden in der Zeitung oder hört im Radio davon, aber dass ist dann alles weit weg und man denkt sich immer, dass passiert ja hier zum Glück nicht. Bis dann eines Tages...

Aber gut, zur Beruhigung hier noch etwas erfreuliches: Wir haben wieder einen Hockeymatch gewonnen. Ich war diesmal der Torhüter.

Ich weiss auch nicht, aber ich ende immer irgenwie als Trohüter. Wahrscheinlich ziehe ich diese Position magisch an. Auf jeden Fall war es das letzte Mal, dass ich mich versucht habe, davor zu drücken. Sollte ich je wieder einmal irgendeinen Mannschaftssport machen, wo es ein Goal gibt, melde ich mich gleich zu Anfang freiwillig. Ich glaube, ich würde selbst bei einem Sport ohne Tor im Goal enden. Wahrscheinlich würden sie extra für mich eines erfinden.

2.3.07 20:52


Was man tun muss, um ein Konto zu eröffnen!

Endlich! Ich versuchte schon seit längerem ein Konto hier in London zu eröffnen und nun habe ich es geschafft. Heute ist die 'Kreditkarte' gekommen. Da die Eröffnung eines Kontos in London nicht sehr einfach zu sein scheint, habe ich euch hier die wichtigsten Punkte aufgelistet. Mann weiss ja nie, wann man die mal braucht!

1) Geduld! Sehr wichtig. Kann sein, dass man vier Monate!!! braucht, um ein Konto zu bekommen!

2) Eine Telefonnummer! Die gibt man ca. fünf Mal ab und dann wartet man auf einen Anruf, der nie kommt!

3) Falls man Student ist: Unibrief! Den zeigt man, um dann zu hören, dass man einen Neuen braucht, da der Alte nicht mehr gültig ist!

4) Ein leichtes Druckmittel, auch leichte Erpressung genannt! Die Konkurenz ist da ein gutes Druckmittel. Ich weiss, es ist nicht die feine Art, aber hei: Ich war verzweifelt! Und letzendlich hat es was genutzt!

5) Guten Nerven! Die braucht man, wenn man an einem Nachmittag sein Problem ungefähr fünf verschiedenen Personen erklärt, nur um dann an eine andere Stelle weitergeleitet zu werden!

6) Zeit! Es kann vorkommen, dass man statt der versprochenen 15 Minuten eine ganze Stunde wartet und auch mehrmaliges Nachfragen nichts nützt!

7) Habe ich Geduld schon erwähnt? Die braucht man, sonst wird man irre!

Aber jetzt habe ich ja meine Karte gekriegt. Wobei, auf der steht 'MS Marti'! Ich weiss nicht, ob ich darüber weinen oder lachen soll! Das ist wahrscheinlich der berüchtigte schwarze Humor!

Uebrigens hatte ich heute Nacht (12 Uhr) ein zwei-einhalb stündiges Gespräch über die Vorteile der englischen Führerscheinprüfung. Und ja, ich war nüchtern! 

16.2.07 14:17


Schnee, Radiowerbung und Essays

Eigentlich sollte ich ja nicht hier sitzen und Einträge schreiben! Ich sollte brav in meinem Zimmer sein und für meine Essays arbeiten. Aber das ist so... langweilig!

Lieber höre ich Radio. Ueberhaupt ist so ein Radio absolut nicht arbeitsfördernd. Bei diesen Essay-Themen sind allerdings sogar die Werbungen spannender, als einen Essay zu schreiben. Die sind wirklich sehr unterhaltsam. Besonders, wenn man nicht wirklich zuhört. Letzlich kam doch tatsächlich eine über eine Selbstmord-Organisation! Könnt ihr euch mein Entsetzen und Schock vorstellen!!! Wo bin ich denn hier?!!! 

Die Sache hat sich dann aufgeklärt, als der Spot noch einmal lief. Die Organisation heisst nicht 'Death End' oder so, sondern 'Debts End'. Aber wenn das schnell gesprochen wird... und wenn Englisch nicht die Muttersprache ist...Meine Erleichterung war auf jeden Fall grenzenlos.

Und ich kann nicht glauben, dass ich euch das jetzt grade erzählt habe!

Was sonst noch so passierte: 

Wir hatten doch tatsächlich Schnee!!! Ganze fünf Zentimeter! Und was ist passiert? Die U-Bahn, der Verkehr und überhaupt ganz London lag flach! Im Radio hörte man Warnungen, dass man Decken und Lebensmittel einpacken sollte, wenn man vor hat, mit dem Auto unterwegs zu sein! Wenn man diese Durchsagen hört, erwartete man doch mindestens einen Meter Schnee! Oder?

Viele Studenten und Professoren kamen wegen dem 'starken' Schneefall nicht zur Uni. Allerdings kann es nicht nur daran gelegen haben. Gut, dass die Tube nicht fuhr, war ein Grund, aber dass Leute die normalerweise zu Fuss in die Uni kommen, es auch nicht geschafft haben... Schon komisch...

Aber ich werde jetzt nichts über die Tube sagen. Nein, ich tu es nicht. Aber es ist schon auffällig, dass die Tube wegen dem bisschen Schnee nicht fährt, oder wegen dem Wind, dem Regen...

15.2.07 19:37


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